Mountainbiking

Extrem MBTing

Mountainbiken früher und heute

  • November
  • 12

12:00 am Allgemein

Den meisten Mountainbike-Besitzern dürfte gar nicht bewusst sein, dass das Mountainbike gerade einmal etwas über 30 Jahre alt ist. Vor 1973 gab es nämlich weltweit noch kein einziges geländetaugliches Fahrrad – heute hingegen sieht es natürlich weitaus anders aus.

Heute sind viele der ehemaligen „Erfinder“ und Mountainbike-Anhänger der ersten Stunde Familienväter, die die meiste Zeit des Tages eher ans Haus bauen fürs Alter und an die Altersvorsorge für ihre Enkel denken als an den nächsten Berg, den es zu bezwingen gilt. Doch wenn sie nicht gerade mit dem Hausbau und dem Hüten der Enkel beschäftigt sind, treten die „Erfinder“ des Mountainbikes um Gary Fisher heute noch gerne in die Pedale. Während sie anfangs gerade mal das Geld für die Miete zusammenkratzen konnten, muss sich die Gruppe um Mountainbike-Erfinder Gary Fisher heute wohl keine Geldsorgen mehr machen, denn jeder von ihnen könnte sich wohl locker mehrere Luxusdomizile kaufen und hätte trotzdem noch genügend Geld für einen schönen und sorgenfreien Lebensabend. Doch zurück zur Entwicklung des Mountainbikes.

Von den ersten Versuchen zum ersten Mountainbike

Die ersten Bestrebungen, mit Fahrrädern steile Berghänge herunter zu fahren, gab es schon in den 1930er Jahren, allerdings waren die Fahrräder damals noch absolut ungeeignet fürs Gelände. Daher endeten solche Versuche meist sehr schnell mit platten Reifen, gebrochenen Achsen oder im schlimmsten Falle mit Verletzungen der wagemutigen Fahrer. Lange Zeit änderte sich nichts an der Situation, bis zum Jahre 1973, als eine Gruppe junger Kalifornier versuchte, herkömmliche Straßenfahrräder geländetauglich zu machen und damit Berghänge erfolgreich zu passieren. Sie verwendeten dazu vor allem sogenannte Cruiser-Fahrräder, die, wie der Name schon sagt, eher darauf ausgelegt waren geradeaus zu fahren und asphaltierte Straßen zu benutzen. Da diese Fahrräder aber im Gegensatz zu den damals einzigen Sporträdern, den Rennrädern, über breitere Reifen verfügten und stabiler gebaut waren, wurden die Cruiser bald zum Grundkonzept für die ersten Mountainbikes.

Als die ersten Tests erfolgreich verliefen, gründeten einige Mountainbiker der ersten Stunde eigene kleine Unternehmen und begannen, die ersten wirklich geländetauglichen Fahrräder zu konstruieren. Der Großteil der Räder wurde damals in Eigenregie produziert, lediglich gewisse Teile wie etwa die Bremsen wurden von großen Fahrradunternehmen dazu gekauft. Im Laufe der Zeit entstanden die heute weltbekannten, standardmäßigen Mountainbike-Zubehörteile wie etwa Scheibenbremsen, Federungen oder die Gangschaltung, die seitdem direkt am Lenkrad gesteuert wird.

Weltweiter Erfolg des Mountainbikes

Bald folgten weitere Hersteller, die sich auf die Konstruktion und den Verkauf von Mountainbikes spezialisierten. Vor allem viele asiatische Hersteller konnten sich bald einen Platz unter den größten Produzenten von Gelände-Fahrrädern auf der ganzen Welt sichern, während die meisten Mountainbike-Hersteller der Gründerzeit nach und nach ihre Rechte verkauften und ihre Unternehmen auflösten. Einige wenige Firmen der ersten Stunde gibt es jedoch noch heute, sie haben sich meist auf die Produktion von wenigen, dafür aber qualitativ hochwertigen Mountainbikes spezialisiert.


Leave a comment!


e-mail (required, but will not be published)


Message