5:36 am Allgemein
Vergangenes Wochenende startete zum inzwischen vierten Mal der 65 km lange Rhönmarathon. Durch die schönsten Landschaftsansichten der hessischen Rhön geht die anspruchsvolle Mountainbikestrecke und viele Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet hatten teils lange Anfahrten in Kauf genommen um dabei zu sein. Der Parkplatz platzte aus allen Nähten und so kam die Frage auf, ob das denn sein muss?
Eines hatten bestimmt alle Teilnehmer und Besucher des Rhönmarathon gemeinsam: Die Freude und Begeisterung für die Natur und für den Anblick der wunderschönen Wälder in diesem Gebiet. Umso paradoxer erschien es uns dann, dass man mit so vielen Autos auf dem Parkplatz stand. Jedoch ist es schwierig sein Bike und das Zubehör, wie Schutzkleidung, Helm und die Ersatzteile im Zug mitzunehmen. Deswegen hatten sich doch die meisten für das eigene Auto entschieden, es ist einfach praktischer und man hat alles dabei was man braucht. Trotzdem tat uns leid, dass wir die schöne Umwelt, die wir an diesem Wochenende genießen durften, auf diese Weise gewissermaßen mit Verachtung straften, denn teilweise waren auch Autos da, die nicht mit Fans und Support voll besetzt waren, sondern wo nur der Teilnehmer drin saß, aus allen Ecken der Republik eingetrudelt.
Während des ganzen Rennens habe ich darüber nachgegrübelt und zuletzt kam ich auf eine Idee, die mir dann gleich so einleuchtend erschien, dass ich mich wundern musste, dass keiner vor mir oder ich selbst nicht schneller darauf gekommen bin. Man sollte einfach Fahrgemeinschaften zu solchen Events bilden. Dass keiner die Idee hatte, liegt wahrscheinlich an dem Umstand, dass man als MTBiker immer einen Haufen Zeugs dabei hat, mit dem man sein Auto vollstopft, manchmal liegt selbst der Beifahrersitz und der Fußraum voll mit Kram. Da kommt einem nicht unbedingt die Idee, dass man ja noch jemanden mitnehmen könnte. Manche Biker bevorzugen auch ihr heißgeliebtes Rad im Auto zu transportieren, die Dinger sind ja auch teilweise richtig viel Geld wert und keiner möchte riskieren, dass einem das gute Stück abmontiert wird, wenn man mal irgendwo steht.
Nach dem Rennen habe ich das Problem nochmal mit meinen Sportsfreunden diskutiert und wir sind letztlich auf eine Lösung gestoßen. die sich realisieren lässt und vielleicht sogar die Dinge weiter vereinfacht. So wollen wir mit Mountainbikern, die aus einer Region kommen, jeweils vor den jeweiligen Events in Kontakt treten und uns absprechen wer alles mitfahren will. Einer von uns, der einen Van mit 9 Sitzen hat, hat sich als Fahrer bereit erklärt und gemeinsam wollen wir uns dann einen abschließbaren Hänger leihen, in den sowohl die Bikes als auch sämtliche Ausrüstung hineingehen. Zur Not nehmen wir einfach einen Pferdehänger. Was wir uns noch gemeinschaftlich anschaffen müssen ist eine Anhängerkupplung für seinen Wagen, aber von dem gesparten Benzin dürfte diese kleine Investition schon drin sein. Und schon haben wir statt neun Autos nur noch eins auf dem Parkplatz stehen und lustiger ist die An- und Abreise dann bestimmt auch noch.